Tausende 5G-Gegner protestieren in Bern

Tagesanzeiger (oli/sda) 21 Sep 2019

Die Kundgebung richtet sich gegen die Einführung des Mobilfunk-Standards. Die Teilnehmer fordern aber auch ein Umdenken beim Glasfasernetz.

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Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag in Bern gegen die Einführung des Mobilfunk-Standards 5G demonstriert. Sie protestierten gegen «Zwangsbestrahlung» und forderten eine gesundheitsverträgliche Alternative.

Veranstalterin der Kundgebung auf dem Bundesplatz war die neue Umwelt- und Konsumentenorganisation Frequencia. Sie setzt sich nach eigenen Angaben mit den Risiken der Digitalisierung und Mobilfunk-Technologien auseinander. Etliche Vereine und Gruppen hatten ebenfalls zur Teilnahme an der Demo aufgerufen.

Vor dem Bundeshaus warnten Rednerinnen und Redner auf Deutsch, Französisch und Italienisch vor erheblichen Risiken für Gesundheit, Umwelt, Demokratie und Sicherheit, die mit Mobilfunk im Allgemeinen und mit der Einführung von 5G im Speziellen verbunden seien.

Kampf gegen «Aufrüstung»

Die Behörden und die Telekommunikations-Branche mussten viel Kritik einstecken. Sie mussten sich vorwerfen lassen, wirtschaftliche Interessen über alles zu stellen und die Menschen dreist anzulügen. Mehrere Redner riefen dazu auf, Widerstand gegen die «Aufrüstung» bestehender und den Bau neuer Antennen zu leisten.

5G sei «ein Verbrechen gegen Menschenrechte», stand auf einem der vielen handgeschriebenen Transparente zu lesen. «Immer schneller, höher, weiter auf Kosten von Mensch und Umwelt – Stop 5G» hatte ein anderer Demonstrant auf sein Transparent geschrieben.

Die Co-Präsidentin von Frequencia, Tamlin Schibler Ulmann, zeigte sich in einem Communiqué zufrieden mit der Kundgebung: «Dass heute so viele Menschen zusammengekommen sind, ist ein starkes Zeichen gegen die unkontrollierte Einführung von 5G.»

Für Wahlfreiheit

Bereits im Mai hatte es eine Stop-5G-Kundgebung auf dem Berner Waisenhausplatz gegeben. Im Anschluss darauf entstand die Organisation Frequencia. Sie gibt zu bedenken, dass nur 20 Prozent aller mobilen Verbindungen im Freien hergestellt würden. 80 Prozent gingen vom Innern von Gebäuden und von Verkehrsmitteln aus.

Die Organisation fordert deshalb eine strahlungsarme Lösung auf Basis des Glasfasernetzes. Innenräume sollten nur dort mit Strahlung bedient werden, wo das jemand ausdrücklich wolle. So müssten die Mobilfunkmasten lediglich den mobilen Verbindungen im Freien dienen und könnten viel schwächer strahlen.

Nationalratsliste im Kanton Bern

Bei den Nationalratswahlen im Kanton Bern treten die 5G-Gegner mit einer eigenen Liste an. An der Demo verteilten sie Flyer und forderten ebenfalls, 5G durch die «gesundheitlich unbedenkliche» Glasfaser-Technologie zu ersetzen. Die Liste «5G ade» ist eine Listenverbindung mit der christlich-konservativen EDU eingegangen.

Source = Tagesanzeiger – Tausende 5G gegner demonstrieren in Bern

Stop5GFrequencia

UK translation with google translate

Thousands of 5G protesters in Bern

21 Sep 2019

The demonstration is against the introduction of the new and existing mobile standards. The participants also demand a rethinking of the fiber-optic network.

Several thousand people demonstrated on Saturday (21Sep2019) in Bern against the introduction of the mobile communications standard 5G. They protested against « forced irradiation » and demanded a health-friendly alternative.

The organizer of the rally on the Bundesplatz was the new environmental and consumer organization Frequencia. According to its own statements, it deals with the risks of digitization and mobile technologies. Several similar clubs and groups had also called to participate in the demo.

In front of the Federal Parliament, speakers in German, French and Italian warned of significant risks to health, the environment, democracy and security associated with mobile communications in general and the introduction of 5G in particular.

Fight against « upgrades »

The authorities and the telecommunications industry had to take a lot of criticism. They were accused of putting economic interests above all else and of blatently lying to the people. Several speakers called for resistance to the « upgrade » of existing antennas and the construction of new antennas.

5G is « a crime against human rights, » was written on one of the many handwritten banners. « Always faster, higher, further at the expense of humans and the environment – Stop 5G » was written on another.

The co-president of Frequencia, Tamlin Schibler Ulmann, expressed her satisfaction with the rally in a communiqué: « The fact that so many people have gathered today is a strong sign against the uncontrolled introduction of 5G. »

For freedom of choice

Already in May 2019, there had been a Stop 5G rally on the Berne Waisenhausplatz. Subsequently, the organization Frequencia emerged. She points out that only 20 percent of all mobile connections are made outdoors. 80 percent emanate from the interior of buildings and transportation.

The organization (Frequencia) therefore demands a low-radiation solution based on the (wired FTTH) fiber-optic network. Interiors should only be served with Wi-Fi where someone specifically wants it. So the mobile masts would only serve mobile connections outdoors and could radiate at much weaker and lower levels.

National Council electoral list in the canton of Bern

For the October 2019 national elections, in the canton of Bern, 5G opponents compete with their own list of candidates. At the demo, they distributed flyers and also called for 5G to be replaced by the « healther and friendlier » fiber optic technology. The candidate list «5G ade» is in connection with the Christian-conservative EDU political party.

Stop5GFrequencia also lists several additional news reports

Schweizer Bevölkerung führt ein faktisches 5G-Moratorium herbei

von Schutz-vor-Strahlung.ch – Medienmitteilung Zurich 12 Sep 2019

Die Diskussion um die neue Mobilfunktechnologie 5G hat eine neue Dimension erreicht. Dies kommt nicht von ungefähr: Die drei Mobilfunkbetreiber Swisscom, Sunrise und Salt haben in den vergangenen drei Monaten über dreihundert Baugesuche für 5G-Antennen eingereicht. Der Widerstand gegen 5G wächst indessen in allen Regionen des Landes stark an, und damit auch die Einsprachen gegen 5G-Baugesuche. Der Verein «Schutz vor Strahlung» hat nun eine Baurechtsabteilung geschaffen, um die Bevölkerung bei Einsprachen zu unterstützen.

Seit Juni 2019 wurden gegen etwa 98% aller Baugesuche für 5G-Antennen Einsprache erhoben. Wir haben Meldungen von diversen Einsprechergruppen, dass sie gegen 320 Baugesuche für 5G-Antennen Einsprache erhoben haben. Diese lokal tätigen Gruppen bilden sich aus durchschnittlich 65 Einsprechern. Somit haben seit Juni über 20‘000 Personen Einsprache gegen 5G-Antennen erhoben. Die Bevölkerung wird in allen Landesteilen mit 5G konfrontiert. Nun hat sie über das Mittel von Einsprachen ein faktisches 5G-Moratorium herbeigeführt. Dies zeigt eine klare Ablehnung der schweizer Bevölkerung gegen 5G.

Keine schützenden Leitplanken

Adaptive 5G-Antennen können bis heute nicht vollständig kontrolliert werden. Die Ämter und Abteilungen für Umwelt der einzelnen Kantone haben die Aufgabe, die Strahlung von Antennen zu prognostizieren, sie vor Ort zu kontrollieren und das Qualitätssicherungssystem regelmässig nachzuprüfen. Bei adaptiven 5G-Antennen ist eine Einschätzung der Strahlung aber nicht möglich, weil diese innert Sekundenbruchteilen ihre Richtung ändern. Eine behördliche Kontrolle vor Ort aktuell auch nicht möglich, weil man 5G-Antennen mit den heutigen Messgeräten gar nicht messen kann. Im heutigen Qualitätssicherungssystem werden die neuartigen Antennen nicht erfasst und entziehen sich somit jeglicher Kontrolle.

Um mehr Daten schneller zu übertragen, fokussieren 5G-Antennen die Sendeenergie auf eine kleine Fläche. Folglich nimmt die Strahlung zwischen der Antenne und der bestrahlten Fläche stark zu. Befindet man sich in einem Antennenstrahl, können leichte bis schwere Gesundheitsschäden entstehen. Kinder sind hierbei besonders gefährdet, da die noch dünne Schädeldecke die Strahlung tiefer eindringen lässt als bei Erwachsenen. Verantwortliche der kantonalen Umweltämter sprechen auch von gefährlichen Situationen für Menschen mit Herzschrittmachern. Ebenso kann es bei Tankstellen oder Wasserstofftanks zu Funkenbildung und damit zu Bränden kommen. Vor all diesen Folgen schützen uns die aktuellen Grenzwerte, wohingegen 5G-Antennen sie regelmässig überschreiten werden.

Bis heute mussten Betreiber von Mobilfunkanlagen in ihren Baugesuchen jeweils die maximale Sendeleistung der geplanten Antenne angeben. Daraus lies sich berechnen, ob die geltenden Grenzwerte eingehalten werden oder nicht. Für adaptive 5G-Antennen müssen seit dem 1. Juni 2019 plötzlich keine Maximalwerte mehr angegeben werden. Die Gesuchsteller können einen anderen Wert angeben, z.B. den Durchschnittswert. So werden die gesetzlichen Grenzwerte auf dem Papier zwar eingehalten, aber niemals in der Praxis. Zum Vergleich: Auf der Autobahn dürfen neu durchschnittlich 120 km/h gefahren werden.

Zeit für Abklärungen ist vorhanden

Plastiksäcke werden mit grossen Warnhinweisen bedruckt, Medikamente werden jahrelang geprüft, und die Haltung von Kühen ist bis ins kleinste Detail geregelt. Bei adaptiven 5G-Antennen gelten offensichtlich andere Regeln. Es gibt bis heute keine Studien zu den Frequenzen um 3’600 MHz und auch nicht zu den extremen Strahlungsschwankungen von keulenschwingenden 5G-Antennen. Bis ein Produkt mit solch enormen Risiken eingeführt werden kann, braucht es deutlich mehr Zeit und Forschungsarbeit. Es entspricht unseren Schweizer Gepflogenheiten, dass die Bevölkerung bei so grossen Veränderungen vorab sorgfältig informiert wird und auch mitbestimmen kann.

Source = Schweizer Bevölkerung führt ein faktisches 5G-Moratorium herbei

Autres oppositions suisse

STOP 5G. Manifestation. Place fédérale à Berne. 21-Sep-2019

STOP 5G. Manifestation nationale n°2
Place fédérale à Berne
Samedi 21 septembre 2019, 16h30-18h30

Les progrès technologiques, oui, mais pas aux dépens de la santé et de l’environnement.

Non à l’irradiation forcée. Non à l’arbitraire technologique. Stop 5G.

  • Les sondages montrent que la majorité des Suissesses et des Suisses sont contre la technologie 5G pour des raisons sanitaires, environnementales, sécuritaires et démocratiques.
  • De nombreuses études et expériences internationales démontrent les atteintes biologiques causées par les rayonnements électromagnétiques.
  • Des scientifiques et des médecins du monde entier s’élèvent contre l’introduction de la téléphonie mobile 5G. Ils sont clairs : la 5G fait peser des risques sans comparaison avec ceux des technologies précédentes.

Non à une irradiation permanente ! Oui au libre choix d’exposition !

En février 2018, le Conseil des Etats a refusé une hausse des valeurs limites. Avec l’introduction de la 5G, nous pouvons toutefois nous attendre à une hausse massive et irrévocable des rayonnements sur l’ensemble du territoire et dans nos domiciles. Notre santé et l’environnement seront sacrifiés sur l’autel de la croissance économique. Nous ne pouvons pas l’accepter ! Nous avons besoin de solutions durables qui réduisent l’exposition aux rayonnements et les risques pour la population et l’environnement.

Nous nous engageons pour cela.

STOP 5G. Maintenant ! Grâce à chacun et chacune d’entre nous.

Source = STOP 5G. Manifestation n°2 Place fédérale à Berne
FLYERS POUR LA 2ÈME MANIFESTATION À BERNE (21.Sep.2019)


Nationale STOP 5G Kundgebung Nr. 2
Bundesplatz, Bern.
Samstag, 21. September 2019, 16:30-18:30

Technologischer Fortschritt ist nützlich – aber nicht auf Kosten von Gesundheit und Umwelt.

Stop Zwangsbestrahlung. Stop Technologie-Willkür. Stop 5G.

  • Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung die 5G-Technologie aus Gründen der Gesundheit, Umwelt, Sicherheit und Demokratie ablehnt.
  • Zahlreiche internationale Studien und Erfahrungen belegen, dass Mobilfunkstrahlung unsere Gesundheit schädigt.
  • Weltweit protestieren zahlreiche WissenschaftlerInnen und ÄrztInnen gegen die Einführung des Mobilfunkstandards 5G: 5G birgt Risiken, die mit früheren Technologien nicht vergleichbar sind.

Nein zur fortdauernden Zwangsbestrahlung! Ja zur Wahlfreiheit!

Der Ständerat hat 2018 eine Grenzwerterhöhung abgewiesen. Aber mit der Einführung des Mobilfunkstandard 5G müssen wir mit einem massiven und nicht rückgängig machbarem Anstieg der Strahlung im ganzen Land und in unseren Häusern rechnen. Unsere Gesundheit und die Umwelt werden dem Wirtschaftswachstum geopfert. Das lassen wir nicht zu! Es braucht zukunftsfähige Lösungen mit weniger Strahlenbelastung und Risiken für die Bevölkerung und die Umwelt.

Wir setzen uns dafür ein.

STOP 5G. Jetzt! Kommt alle nach Bern. Jede und jeder zählt!

Source – STOP 5G Kundgebung Nr. 2 Bundesplatz, Bern
FLYERS fur Kundgebung in BERN (21.Sep.2019)

Stop5G Tausende 5G-Gegner protestieren in Bern 21 Sep 2019


STOP 5G. Seconda MANIFESTAZIONE NAZIONALE
Piazza Federale a Berna
Sabato 21 settembre 2019, 16:30-18:30

Sì ai progressi tecnologici, ma non a scapito della salute e dell’ambiente.

NO all’irradiamento forzato. NO ad una tecnologia arbitraria. STOP 5G.

  • I sondaggi mostrano che la maggioranza degli Svizzeri è contro la tecnologie 5G per ragioni sanitarie, ambientali, di sicurezza e democratiche.
  • Numerosi studi ed esperimenti internazionali dimostrano i danni biologici causati dall’irradiamento elettromagnetico.
  • Scienziati e medici di tutto il mondo si ergono contro l’introduzione della 5a generazione di telefonia mobile. Il loro messaggio è chiaro: il 5G riversa rischi non paragonabili con quelli delle precedenti tecnologie.

NO ad un irradiamento permanente! SÌ alla libera scelta d’esposizione!

A febbraio 2018, il Consiglio degli Stati ha rifiutato di innalzare i valori limite. Con l’introduzione del 5G possiamo tuttavia aspettarci ad un aumento massivo ed irrevocabile dell’irradiamento sull’insieme del territorio e nelle nostre case. La nostra salute e l’ambiente saranno sacrificati sull’altare della crescita economica. Non possiamo accettarlo! Abbiamo bisogno di soluzioni sostenibili che riducano l’esposizione alle onde elettromagnetiche e i rischi per la popolazione e l’ambiente. Ci impegniamo per questo.

STOP 5G. Adesso! Grazie ad ognuno di noi!

Source – STOP 5G. Seconda MANIFESTAZIONE NAZIONALE
Piazza Federale a Berna
FLYERS manifestazione a BERNA (21.Sep.2019)


National Demo Stop 5G Nr 2
Bundesplatz, Bern
Saturday 21 September 2019 16:30-18:30

Technological progress is useful – but not at the expense of health and the environment.

Stop forced irradiation. Stop technology arbitrariness. Stop 5G.

  • Surveys show that a majority of the Swiss population rejects 5G technologies for reasons of health, environment, security and (direct) democracy.
  • International peer reviewed studies and experiences prove that mobile phone radiation damages our health.
  • Worldwide, numerous scientists and physicians are protesting against the introduction of the 5G mobile communications standard: 5G carries risks that are not comparable to previous technologies.

No to continuous forced irradiation! Yes to freedom of choice!

The Swiss Council of States twice rejected a radiation limit value increase in 2018. But with the introduction of a proposed revised 5G mobile phone standard currently being debated, we can expect a massive and irreversible increase in radiation across the country and in our homes. It appears that our health and the environment are knowingly being sacrificed for economic growth.

We will not let that happen! Help us to spread this information widely !

Our modern communications need future-proof solutions and a drastic reduction in radiation exposure for the population and the environment e.g. Installing Fibre Optics to every home (FTTH) and business could reduce the need for wireless radiation by estimates of over 70 percent.

Details about the BERN Demo program will follow shortly. We will address several hot issues, such as health, the environment and some untruthful statements that are prevalent among certain officials and pro-5G circles.

Contrary to what some people think, everything is still possible! By keeping the ban on raising radiation thresholds, 5G’s development may not continue as planned.

STOP 5G. Now! Come all to Bern. Everybody counts!

Source – Stop 5G National Demo in BERN Saturday 21 September 2019

Stop5G Thousands of 5G protestors in Bern 21 Sep 2019 UK translation

Autres oppositions suisse

5G: Der Musterbrief zum Baustopp

Publiziert bei Gigaherz.ch am 3.Mai 2019
Verfasser: Hans-U. Jakob, Präsident Gigaherz.ch

Kurze Einführung

Unser Schreiben an Bundesrätin Simonetta Sommaruga https://www.gigaherz.ch/5g-mobilfunker-tanzen-dem-rechtsstaat-auf-der-nase-herum/ wurde lediglich indirekt in dem Sinn beantwortet, dass ihr Departement, das UVEK mit einem Rundschreiben, datiert vom 17.April, an alle Kontonsregierungen gelangte.

Darin werden diese gebeten, man möge doch so gut sein und der neuen Technologie, auf welche unsere Wirtschaft so dringend angewiesen sei, jetzt keine Steine in den Weg legen. Die neuen 5G Frequenzen seien ja ganz ähnlich den bisherigen und würden ausser der Beeinflussung der Hirnströme, der Durchblutung des Gehirns, einer Beeinträchtigung der Spermienqualität, einer Destabilisierung der Erbinformation sowie Auswirkungen auf die Expression von Genen, den programmierten Zelltod und oxidativen Zellstrss kaum etwas bewirken. Es sei ja, in Folge begrenzter Evidenz nicht einmal erwiesen, ob diese Phänomene überhaupt gesundheitsschädigend seien. (tatsächlich so nachzulesen unter Punkt 7.2 auf Seite 6 des Rundschreibens) Und mit der minimalen Anpassung der NISV vom 17.4.19 werde die Bevölkerung nach wie vor genügend geschützt.

Die Kantonsregierungen schickten besagtes Rundschreiben postwendend an sämtliche Gemeindeverwaltungen, zusätzlich versehen mit der Drohung von Swisscom-CEO Schäppi, jeglicher Versuch, den Ausbau der 5G-Netze behindern zu wollen, verstosse gegen Bundesrecht und könnten entsprechende rechtliche Schritte auslösen. Schliesslich hätten die Mobilfunkbetreiber dem Staat für die Erlaubnis den Schweizer Luftraum auch für 5G «benutzen» zu dürfen 380Millionen an Konzessionsgeldern bezahlt. Und somit sei der Staat verpflichtet, dieser 5G-Technoligie zum Durchbruch zu verhelfen.

Auf Grund dieser Ansicht waren Schäppi und seine Kollegen von der Mobilfunklobby offensichtlich der Ansicht, sie dürften jetzt sämtliche Mobilfunk-Antennenstandorte der Schweiz, ohne die dafür erforderlichen Baubewilligungen, mit zusätzlichen 5G-Antennen aufrüsten. Laut Übersichtskarte des BAKOM unter www.funksender.ch sind das per Ende April 2019 landesweit bereits 400 an der Zahl.

Zur Erteilung von Baubewilligungen sind jedoch weder Bundesräte, noch irgendwelche Bundesämter, noch kantonale Ämter zuständig, sondern einzig und allein die Gemeinderäte resp. Bauverwaltungen der Gemeinden. Ergo gilt es, hier den Hebel anzusetzen.

Auf die Aufforderung von Gigaherz hin, ist diese Aktion bereits voll am Laufen, stösst aber, wie wir feststellen müssen, vielfach auf grosse Verwirrung bis Ratlosigkeit.

Wir stellen deshalb hier denjenigen, die in ihrer Wohngemeinde für Recht und Ordnung sorgen wollen, einen Musterbrief zur Verfügung.

Musterbrief

Absenderadresse, Ort und Datum einsetzen.
An Gemeinderat und Bauverwaltung
von Mustershausen
Ernst-Musterstrasse…..
CH-….Musterhausen

Betrifft: Baurechtliche Anzeige wegen Bauen ohne Baubewilligung

Sehr geehrte Damen und Herren,
Wie ich/wir feststellen mussten, ist der Mobilfunksender in unserer Wohngemeinde an der …………………………-Strasse Haus-Nummer…………kürzlich ohne Baubewilligung auf den neuen Mobilfunkstandart 5G hochgerüstet worden. Wir stellen deshalb an Sie folgendes

Rechtsbegehren gemäss den Bestimmungen der Baugesetze und der Verordnungen des Kantons ………..:
Für den Betrieb mit dem Mobilfunkstandard 5G sei auf den obgenannten Anlagen unverzüglich ein Benützungsverbot zu erlassen.

Den Anlagebetreibern sei eine Frist von 30Tagen zu setzten um den rechtmässigen Zustand wieder herzustellen. Das heisst, alle für den 5G-Betrieb erforderlichen Komponenten zu demontieren.

Meine Legitimation:

Ich bin im Einflussbereich der obgenannten Anlage wohnhaft und dadurch zusammen mit meiner Familie, vor allem der Kinder einer erhöhten Gesundheitsgefährdung ausgesetzt

Begründung der Anzeige

Die Behauptungen der Mobilfunkbetreiber und der kantonalen Umweltämter, die bewilligten Sendeleistungen und somit die Belastung der Bevölkerung hätten durch das nachträgliche Anbringen und den Betrieb von 5G-fähigen Antennen nicht zugenommen, ist unwahr und wie nachstehend beschrieben wird, technisch gar nicht möglich.

A) Richtigstellung technisch
Die von den Mobilfunkbetreibern verwendeten adaptiven Antennentypen weisen nicht, wie bisherige MF-Antennen, nur eine Sendekeule (Beam) pro Frequenzband und Senderichtung auf, sondern wie bei ERICSSON-Antennen deren 64. Das heisst, je 8 Beams nebeneinander und je 8 übereinander. Bei NOKIA-Antennen können es sogar deren 81 sein. Je 9 neben- und je 9 übereinander.

Verharmlosende Darstellungen versuchen nun, der Bevölkerung weiszumachen, es würde in einem Kreissektor von 120° immer nur derjenige Beam aufleuchten, in dessen Einflussbereich sich der User das heisst der Nutzer eines Endgerätes, wie Smartphone, Tablet, PC oder TV-Apparat befindet.

Das ist natürlich völliger Unfug. In einem Kreissektor von 120° können sich bis 1200User befinden und um diese alle anzuleuchten müssen sämtliche verfügbaren Beams auf «Full Power» hochgejagt werden

ERICSSON gibt in seinen technischen Unterlagen bei maximalem Datenverkehr und maximal möglicher Sendeleistung in einer Distanz von 18m vor der Antenne eine E-Feldstärke von 61V/m (Volt pro Meter) an. Was einer Sendeleistung von 25’000Watt ERP entspricht. Bei NOKIA- und HAWEI-Antennen dürfte es sich um identische, bei NOKIA eher um noch höhere Sendeleistungen handeln.

Neue Antennenpanels mit 25’000Watt ERP pro Sektor auf einen vorhandenen Mast mit durchschnittlichen bewilligten 2’500Watt ERP pro Sektor aufzupflanzen, ist keine Bagatelländerung, sondern eine Maximaländerung, welche das Ansteigen der Strahlenbelastung für die Bevölkerung in V/m gemessen, um das 3-Fache nach sich zieht.

Kommt hinzu, dass es bei diesem sogenannten adaptiven Antennentyp innerhalb eines 120°-Sektors keine feste, berechenbare Senderichtung mehr gibt. Weder waagrecht noch senkrecht. Das Strahlungsmaximum pendelt je nach Standort der am Funkverkehr teilnehmenden User ständig hin und her und auf und ab.

B) Richtigstellung rechtlich
Als Bagatelländerung gilt eine Änderung nur dann, wenn dadurch am Ort der empfindlichen Nutzung der bestehende Strahlungswert nicht ansteigt.
Oder der Strahlungswert am Ort empfindlicher Nutzung darf maximal um 0.5V/m ansteigen, wenn dieser vor der Änderung weniger als 50% des Grenzwertes betrug.

Und schon gar nicht als Bagatelländerung gilt eine Änderung, wenn dabei Sendeleistungen aus den unteren Frequenzbereichen (700-900MHz) in den oberen Frequenzbereich (1800-2600MHz) verschoben werden, oder auch umgekehrt. Von den für 5G erforderlichen Frequenzen von 3400MHz und höher ist in all den amtlichen Verordnungen, Vollzugshilfen und Empfehlungen überhaupt nichts zu finden.

Verschiebungen von Sendeleistungen sind deshalb nur innerhalb der oben angegebenen Frequenzbänder erlaubt. 3400MHz für 5G ist nicht dabei!

Ebenso wenig dürfen Verschiebungen von Sendeleistungen von einem Antennenpanel in ein anderes Panel als Bagatelländerung deklariert werden. 5G funktioniert nur mittels separaten Antennenpanels in der Frequenzlage von 3400 bis 3600MHz.

Quelle: Nachtrag zur Vollzugsempfehlung zur NISV vom 28. März 13 und Empfehlungen der Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz vom März 2013.

Nach dem Gesagten kann es sich bei der Erweiterung einer bestehenden Mobilfunk-Sendeanlage auf 5G, nicht im Entferntesten um eine Bagatelländerung ohne erneute Baupublikation handeln. Womit der Tatbestand des Bauens ohne Baubewilligung erfüllt ist.

Dabei nützt den Mobilfunkbetreibern die vom Bundesrat am 17.April, 4 Tage vor Ostern noch rasch in Kraft gesetzte Änderung der NISV (Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung) gar nichts.

Anhang 1 Art 63 lautet: Als massgebender Betriebszustand für die Einhaltung der Grenzwerte gilt der maximal mögliche Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung.

Kommetar: Wie oben beschrieben also 25’000Watt ERP pro Sektor

Die einzige Neuerung, die der Ziffer 63 angefügt wurde lautet: Bei adaptiven Antennen wird die Variabilität der Senderichtungen und der Antennendiagramme berücksichtigt.

Kommetar: Wenn später einmal 1200User pro Sektor 5G nutzen, laufen lückenlos alle Beams auf «Full Power» und wie den Antennendiagrammen zu entnehmen ist, gibt es dann keine nennenswerte Richtungsdämpfungen mehr. Bei bisherigen Antennen mit nur einem Beam, war 60° links und 60° rechts des Beams noch eine Reduktion der Strahlung (in V/m gemessen) um Faktor 5.6 feststellbar. Damit wird bei nun 5G Schluss gemacht und die hinterste Ritze eines Sektors voll ausgeleuchtet. Auch hier weit und breit nichts von einer Bagatelle.

Siehe auch https://www.gigaherz.ch/5g-das-osterei/

Die Unterzeichnenden sind Verfahrensbeteiligte und sind über alle Verfahrensschritte, Verfügungen, Schriftwechsel usw. mittels Kopien zu informieren.

Abschliessende Verfügungen haben eine Rechtsbelehrung sowie die Angabe der nächst höheren Instanz, an welche ein Entscheid allenfalls weitergezogen werden kann, zu enthalten.

Mit freundlichen Grüssen,

Unterschrift(en):

Source original in German – translated versions – FrenchItalian which may need refining

Autres oppositions suisse

Notre Conseil fédéral est-il bien informé concernant la 5G?

www.alerte.ch, mai 2019

Suite à la décision de plusieurs cantons et communes de déclarer un moratoire sur la 5G, la presse nous informe que l’Office fédéral de la communication (OFCOM) a déclaré qu’il n’existe aucune base juridique permettant aux cantons et communes de protéger leurs populations du rayonnement de la téléphonie mobile. Cette déclaration s’inscrit dans la façon désastreuse dont se déroule le déploiement de la 5G. Nos sept Sages sont-ils suffisamment informés?

Bern BR Members 2019

C’est la question que se pose l’ARA. Le lundi 6 mai, les sept membres du Conseil fédéral ont reçu de la part du Comité de l’ARA un fascicule de 427 pages contenant des documents réglementaires et scientifiques. Dans la lettre d’accompagnement de 6 pages, nous lisons, dans le dernier paragraphe:

Dorénavant, par votre entremise, le gouvernement suisse et ses divers départements ne pourront plus prétendre publiquement qu’ils ne sont pas au courant des effets délétères des ondes électromagnétiques sur le Vivant. Ce document de 427 pages et sa lettre d’accompagnement ont été dûment déposés et enregistrés comme copies aux bons soins d’un notaire vaudois, en son Etude. Il a été distribué à qui de droit. Enfin, il pourra servir de base légale, ici en Suisse, dans la résolution de potentiels futurs litiges ou procès sanitaires et environnementaux. Dont acte.

Ce fascicule est arrivé le lundi 6 mai à 08h00 à la chancellerie fédérale. En bref l’Association Romande Alerte aux ondes électromagnétiques demande aux autorités cantonales et fédérales:

Les documents sont consultables en ligne :
« Tous des souris de labo »: lettre adressée au Conseil fédéral
« Documents réglementaires et scientifiques »; 427 pages adressées au Conseil fédéral

Source ARA Association Romande Alerte

Autres oppositions suisse

5G: Les Verts publient un guide pour aider communes et particuliers à faire opposition aux antennes

Les Verts – 9 Avril 2019

Contrairement à ce qu’on entend souvent, les oppositions aux antennes ne sont pas vaines. Pour aider les communes et les particuliers à agir et à s’opposer aux projets actuellement en voie de développement, leur permettre d’identifier leur marge de manœuvre respective et les aider à l’exploiter le plus efficacement possible, les Verts vaudois publient aujourd’hui un petit guide à leur intention.

Alors que les opérateurs téléphoniques annonçaient déjà l’arrivée de la 5G partout dans notre pays, de plus en plus de voix se sont fait entendre pour appeler a davantage de prudence et à une évaluation scientifique et documentée des risques avant toute pose d’antenne. Mais alors que les résultats de l’étude lancée par l’Office fédéral de l’environnement sont attendus pour cet été, les concessionnaires des télécommunications vont déjà de l’avant et pressent les communes d’accepter des antennes sur leur territoire. Les Verts vaudois se sont alors fortement engagés pour permettre aux Vaudoises, aux Vaudois et aux autorités communales de s’opposer à la pose de toute antenne sur le territoire de notre canton. Par la demande d’un moratoire (accepté ce matin au Parlement vaudois), le dépôt de deux interventions au Grand conseil, la mise en ligne d’un projet d’opposition type à disposition de la population, et, aujourd’hui, par la réalisation d’un petit guide pratique pour guider communes et particuliers dans les démarches à entreprendre. Car, oui, communes et particuliers peuvent agir et les oppositions ne sont pas vaines. « Le Petit Guide Vert de l’opposition aux antennes de téléphonie mobile (notamment antennes 5G) » les accompagne donc dans les démarches possibles.

En ce qui concerne les communes : contrairement à ce que l’on entend parfois, elles disposent d’une certaine marge de manœuvre pour refuser de délivrer un permis pour une antenne de téléphonie mobile. Il leur est donc conseillé d’adopter, dans leurs règlements, des dispositions spécifiques concernant les antennes de téléphonie mobile. De même, les communes peuvent adopter des mesures de planification qui permettent ensuite d’éviter la prolifération anarchique d’antennes sur leur territoire. D’autres motifs peuvent être invoqués pour refuser un permis de construire une antenne, mais il faut présenter alors une argumentation bien étayée (esthétique des bâtiments, protection du patrimoine bâti, rayonnement non-ionisant et principe de précaution, etc.).

En ce qui concerne les particuliers : n’importe qui peut former une opposition à une antenne de téléphonie mobile, par écrit et dans le délai de mise à l’enquête publique. Le courrier d’opposition doit être motivé et adressé à la Municipalité concernée. Pour un éventuel recours, il faut avoir formé opposition dans le délai d’enquête publique, si bien qu’il est conseillé de vérifier que parmi les opposants figure au moins une personne habitant à proximité immédiate du projet litigieux.

Petit guide pour les communes et les particuliers

Source – Verts-vd.ch

Autres oppositions suisse

Stop 5G manifestation Bern

10 Mai 2019 – Manifestation nationale STOP5G à Berne – Stop5G.ch

Manifestation

Intervenant-e-s :

  • Sabine Glauser, députée verte au Grand Conseil vaudois
  • Thomas Hardegger, conseiller national PS et initiateur du groupe parlementaire sur les rayonnements non ionisants, l’environnement et la santé (PGNIS)
  • Martin Vosseler, médecin, environnementaliste, activiste pour le climat
  • Dr Peter Kälin, président des Médecins en faveur de l’environnement
  • Enrico Stura, biophysicien moléculaire
  • Valérie, designer et artiste pluridisciplinaire, intolérante aux ondes (EHS), membre d’alerte.ch
  • Peter Schlegel, ingénieur EPFZ en génie civil, expert en électrosmog
  • Olivier Bodenmann, ingénieur EPFL en électricité, expert en électrosmog – Electrosmogtech.ch
  • Pierre Dubochet, ingénieur radio, expert en rayonnements non ionisants – Pierredubochet.ch
  • Martin Zahnd, EHS, association « Schutz vor Strahlung »

Musique : Mark Kelly et le groupe « Musicians Against 5G »

Über tausend Menschen haben in Bern
gegen den neuen Mobilfunkstandard 5G demonstriert. SRF
Over a thousand people demonstrated in Bern
against the new 5G mobile communications standard. SRF.

Was wird gefordert: Wir verlangen… (Source – Diagnose-Funk.org)

  • dass unverzüglich ein nationales Moratorium über die 5G-Technologie verhängt werde, bis eine ausreichende Anzahl unabhängiger wissenschaftlicher Studien vorliegt, die Unbedenklichkeit dieser Technologie bestätigen;
  • dass die Grenzwerte der NIS-Verordnung nicht erhöht werden, und dass die Spitzenwerte die aktuellen, vor dem 17. April 2019 geltenden Grenzwerte in keinem Fall übersteigen sollen;
  • dass die Messempfehlungen des Bundes (BAFU) nicht in einer Weise verändert werden, dass die gemessene Strahlung die aktuellen Grenzwerte übersteigen kann;
  • eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über die aktuelle Strahlungsbelastung durch das Mittel von Präventionskampagnen;
  • die Einführung eines Gesundheitsmonitorings hinsichtlich der Auswirkungen von Immissionen durch ortsfeste Mobilfunkanlagen;
  • einen echten politischen Willen, den Glasfaserausbau bis zum Haus (FTTH) zu fördern und gegenüber der kabellosen Technik zu bevorzugen;
  • eine prioritäre Sanierung der sogenannten Orte mit empfindlicher Nutzung (Kindergärten, Schulen, Spitäler, Altersheime, Arztpraxen und Wohnungen) durch die Einrichtung von Kommunikationsnetzwerken ohne Strahlungsbelastung;
  • Weisse Zonen für gefährdete elektrohypersensible Personen (EHS) sowie deren Unterstützung und die Anerkennung von Elektrohypersensibilität als Behinderung;
  • die Förderung von Forschung und Entwicklung neuer gesundheitsverträglicher Technologien anstelle der Funkstrahlung;
  • die Aufnahme des Wissens von den Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung in die Lehre auf Hochschulebene.

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